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No Fly Time – Fliegen nach dem Tauchen

NO FLY TIME

No Fly Time – Das Fliegen nach dem Tauchen

Stellen wir uns folgende Situation einmal vor Augen. So richtig im Urlaub entspannen, zwischendurch einige Tauchgänge, die Schönheit der Unterwasserwelt genießen und sich daran erfreuen.

oder

Als Urlauber genießt man den Tag am Strand und wird angesprochen sich an verschiedenen Aktivitäten zu beteiligen. Dazu gehört immer öfter auch das Schnuppertauchen. Vom Schnuppertauchen voll begeistert entschließt man sich einen Tauchschein zu machen.

Tauchen ist für mich in meinem Leben das schönste Hobby. Verbunden natürlich mit verschiedenen körperlichen Voraussetzungen und medizinischen Untersuchungen.

Natürlich gibt es auch hier einige Regeln zu befolgen.

Das Fliegen nach dem Tauchen

Nach dem letzten Tauchgang sollte man 24 Stunden warten bevor man fliegt !

Beim Abstieg in größere Tauchtiefen steigt der Umgebungsdruck an (Kompression). Bereits in 10 m Tiefe herrscht der doppelte Umgebungsdruck.  Während des Auftauchens zur Oberfläche kommt es zu einem Druckabfall (Dekompression).

Tauchphasen

Ein Tauchgang wird in 3 Phasen eingeteilt:

Kompressionsphase oder Phase des zunehmenden Drucks

Isopressionsphase oder Phase des gleichbleibenden Drucks

Dekompressionsphase oder Phase des abnehmenden Drucks

Je mehr getaucht wird desto höher ist die Stickstoffsättigung im körpereigenen Gewebe. Bei Vieltauchern wie z.B auf Tauchsafaris wird kontinuierlich Stickstoff im Körper angereichert.

Der Stickstoff löst sich bei und nach dem Auftauchen durch das Nachlassen des Drucks wieder langsam aus den Geweben. Er wird durchs Blut zur Lunge transportiert und so ausgeatmet. Der Körper braucht aber eine gewisse Zeit um diesen Stickstoff auszuatmen. Wie schnell das geht hängt natürlich von einigen Faktoren ab wie:

Anzahl der Tauchgänge

Oberflächenpausen

Tiefe

Tauchgangzeit

Dekotauchgang

Relation zwischen Fliegen und Tauchen

In einem Flugzeug herrscht ein Kabinendruck (Umgebungsdruck) von minimal 0,75 bar, was ungefähr einer Höhe von 2500 m über dem Meeresspiegel entspricht. Das heißt der Druck im Flugzeug ist deutlich niedriger. Im Vergleich zu einem Tauchgang ist das ein großer Druckunterschied.

Zudem ist der Sauerstoffgehalt geringer und die Luft im Flugzeug deutlich trockner was auch zusätzlich zu einer Dehydration führt.

Durch die Druckminderung in der Flugzeugkabine und dem schnellen Druckunterschied kann es zu Dekompressionsbeschwerden kommen.

Um eine Dekompressionskranheit zu vermeiden sollte man den letzten Tauchgang spätestens 24 Stunden vor dem Rückflug absolvieren. Bei sehr vielen Wiederholungstauchgängen und Dekotauchgängen sollte man sogar bis zu 48 Stunden pausieren.

Tauchcomputer zeigen dir die No Fly Time an, aber jeder Körper ist anders (z.B unsportliche oder fettleibige Personen) und der Computer kann dir nicht genau sagen mit wieviel dein Körper gesättigt ist.  Darum halte dich Grundsätzlich an die 24-48 Stunden Pause vor dem Flug.

Hierzu gehören aber auch:

  • Hubschrauberflüge
  • Hohe Passstraßen Überquerung mit dem Auto
  • Fallschirmsprünge

Zu beachten ist auch, dass nach einem Tauchunfall (Dekompressionsunfall) der Rücktransport durch einen Hubschrauber zur Druckkammer eine Flughöhe von 300 Meter nicht überschreitet.

Sicherheit steht immer an erster Stelle

~Tom

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